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  • Neu: Plakat „Kinderrechte und Rechtsextremismus“

    Neu: Plakat „Kinderrechte und Rechtsextremismus“

    Bild: ©RuF

    Die Fachstelle Rechtsextremismus und Familie stellt ab sofort ihr neues A2-Plakat „Kinderrechte und Rechtsextremismus“ zum Download bereit.

    Es macht auf einen Blick deutlich, wie das Aufwachsen in extrem rechten Familien gegen die UN-Kinderrechtskonvention verstößt – entlang der drei zentralen Rechtsdimensionen: Beteiligungsrechte, Schutzrechte und Förderrechte.

    Das Plakat zeigt u. a., wie Kinder in rechtsextremen Familien politisch instrumentalisiert werden, Gewalt erfahren, medizinische Versorgung verweigert bekommen oder durch Isolation und Indoktrination in ihrer freien Entfaltung eingeschränkt werden.

    Es richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Beratungsstellen, Jugendämter und alle, die beruflich mit Kindern und Familien arbeiten. Ideal zum Aushang in Kitas, Schulen und Beratungsstellen.

    Fachstelle Rechtsextremismus und Familie (RuF) | 14. April 2026

  • Genderreflektierte Rechts­extremismus­prävention (Online-Fortbildung)

    Vor-emanzi­patorische Rollen­­bilder von Männ­­lichkeit und Weib­­lich­keit, Hass auf Frauen, Anti­­feminismus und die Abwer­tung von LGBTQI+-Personen sind grund­legend mit Rechts­­extremis­mus verwoben. Entsprechende Rollen- und Gesellschafts­vorstellungen sprechen (junge) Männer* wie Frauen* an und sollten dementsprechend in Präventions- und Interventions­angeboten berücksichtigt werden. In diesem praxis­­orientierten Online-Seminar geht es um die ideologische Instrumen­talisierung von Gender­­themen, um Anhänger*innen zu gewinnen, um geschlechts­­spezi­fische Rollen­­ange­bote in rechts­­extremen Szenen und um Empfehlungen für eine gender­reflektierte Arbeit bei der es auch um eine inhaltliche Erweiterung des Arbeits­feldes zu Bereichen der Familien­hilfe und des Kindes­schutzes geht.

    Anmeldung über die Website von Cultures Interactive: https://www.cultures-interactive.de/de/genderreflektierte-rechtsextremismuspraevention.html

  • Bundesweite Bedarfsabfrage zur Rechtsextremismusprävention

    Bundesweite Bedarfsabfrage zur Rechtsextremismusprävention

    Der Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention (KompRex) hat das Ziel, bundesweit in Regelstrukturen zu wirken, Netzwerke aufzubauen und die Zivilgesellschaft in der Rechtsextremismusprävention dort zu unterstützen, wo der Bedarf am größten ist. Als zentraler Akteur im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zur Rechtsextremismusprävention ist es unsere Aufgabe, die Herausforderungen und Bedarfe aller geförderten Projekte zu kennen und unsere Maßnahmen entsprechend anzupassen. Dazu wurde von uns eine Bedarfsabfrage für alle Partnerschaften für Demokratie (PfD), Landesdemokratiezentren (LDZ) und Innovationsprojekte im Bereich Rechtsextremismusprävention und Verschwörungsdenken konzipiert und durchgeführt. Mit der Bedarfsabfrage sollte ermittelt werden, wie die Prävention von Rechtsextremismus noch wirksamer gestaltet werden kann, welche konkreten Herausforderungen die Träger vor Ort erleben und welche Unterstützungsangebote ihre Arbeit wirklich stärken.

    Die Bedarfsabfrage wurde im November 2025 an 267 Träger bundesweit versendet. Trotz des hohen Arbeitsaufwands zum Jahresende gab es eine breite Beteiligung an der Bedarfsabfrage. Dies bestärkt uns, Bedarfsumfragen in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, um für die Partnerschaften für Demokratie, die Landesdemokratiezentren und die Innovationsprojekte die bestmögliche unterstützende Struktur zu bilden.

    Wer hat teilgenommen?

    • Die Umfrage wurde an 267 Träger verschickt (114 davon in Ostdeutschland).
    • 128 Träger haben teilgenommen.
    ©Amadeu Antonio Stiftung

    Überdurchschnittlich oft wurde die Umfrage von Trägern aus Ostdeutschland beantwortet. Das deutet auf einen (sehr erwartbaren) größeren Bedarf an Unterstützung durch die Träger in Ostdeutschland, insbesondere durch die dortigen lokalen Netzwerke, die PfDs, hin.

    ©Amadeu Antonio Stiftung

    Rund zwei Drittel der Träger haben seit über zehn Jahren Expertise im Themenfeld Demokratiebildung und Rechtsextremismusprävention. Das zeigt auf, welche Expertise wegbricht, wenn die Umgestaltung von „Demokratie leben!“ in Kraft tritt.

    ©Amadeu Antonio Stiftung

    Die Träger wünschen sich insbesondere Fortbildungen, Methodenvermittlung sowie das Teilen wissenschaftlicher Erkenntnisse zu unterschiedlichen Aspekten des Rechtsextremismus. Dies ist aufgrund der sehr dynamischen Entwicklungen im Rechtsextremismus nicht verwunderlich.

    Es besteht vor allem inhaltliches Interesse an diesen drei Themenbereichen:

    • Aktuelle Entwicklungen und Strömungen des Rechtsextremismus
    • Jugend und Rechtsextremismus
    • Rechtsextremismus im ländlichen Raum
    ©Amadeu Antonio Stiftung

    Darüber hinaus wünschen sich viele PfDs, LDZen und Innovationsprojekten ebenfalls eine Interessenvertretung durch KompRex als entstehende bundeszentrale Struktur. Ein Träger wünscht sich einen „Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Akteur*innen mit dem Ziel auch gegen die rechte Stimmungsmache solidarisch zu bleiben und die Wichtigkeit der Arbeit an die Politik weiterzutragen.“

    ©Amadeu Antonio Stiftung

    Viele Träger sind von Angriffen auf die Zivilgesellschaft betroffen. Nur bei 14 Prozent der Träger besteht keine Sorge vor Angriffen, 44 Prozent der befragten Träger haben in den letzten zwei Jahren schon Angriffe erleiden müssen.

    • Als Formen der Gewalt nennen die Träger insbesondere digitale Anfeindungen, Beleidigungen und Diskreditierungen.
    • Sorge besteht, da laut den Trägern etwa „kommunale Beschäftigte generell vielen Angriffen ausgesetzt sind (verbal und/oder tätlich)“, „sich subtile Versuche extremistischer Raumnahmen häufen“ und „der Träger bereits öffentlich diskreditiert wurde und sich die Lage zuspitzt und der Träger weiter ins Visier der AfD kommt“.
    ©Amadeu Antonio Stiftung

    Die Bedarfsabfrage zeigt auf, dass KompRex insbesondere für PfDs und LDZen als Fortbildungs- und Unterstützungsstruktur fungieren soll und für diese eine hohe Relevanz besitzt. Die Umfrage zeigt auch sehr deutlich, warum gut funktionierende Kooperationsverbünde ein Mehrwert für kommunale und landesweit arbeitende Träger, wie die Partnerschaften für Demokratie und Landesdemokratiezentren, darstellen. Die Auswertung der Bedarfsabfrage fließt aktuell in die laufende Arbeit des KompRex ein, um zeitnah auf die genannten Bedarfe und Herausforderungen zu reagieren. Auch die bereits geplanten Maßnahmen für 2026 von der Fortbildungsreihe über das Infoportal und den digitalen Fachtag bis hin zu den Vernetzungsangeboten begegnen den erhobenen Bedarfen.

    Dass die gesamte Arbeit des KompRex laut den Plänen des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) als Unterstützungsstruktur 2027 wegfallen soll, ist angesichts der aufgezeigten Bedarfe mehr als bitter. Denn der Kooperationsverbund bündelt jahrelange Expertise in der Rechtsextremismusprävention in Bereichen wie Rechtsextremismus unter Jugendlichen sowie in Schulen und Familien, im ländlichen Raum, in Wirtschaft, Justiz und Kirchen bis hin zum noch wenig beforschten Feld des türkischen Rechtsextremismus, die allesamt von einem Großteil der Befragten als sehr relevant für ihre Arbeit benannt wurden. Dies betrifft auch die Bereiche Schutz und Vernetzung der Zivilgesellschaft, jeweils verbunden mit dem Wunsch nach Unterstützung, z.B. in Form von Beratungen oder Fortbildungen.

    Wir möchten uns hiermit noch einmal ausdrücklich bei allen bedanken, die an der Bedarfsabfrage teilgenommen haben!

    KompRex | 13. April 2026

  • Demokratien unter Druck – entschieden gegen den Rechtsruck (Jahrestagung BAG K+R & ASF)

    Die gemeinsame Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus und von ASF widmet sich den zunehmenden Angriffen auf Demokratie und offene Gesellschaften weltweit. Wir wollen darüber diskutieren, welche Folgen der Rechtsruck hat und wie demokratisches Engagement gestärkt werden kann.

    Im Programm: Podiumsdiskussion u. a. mit Anastasia Tikhomirova und Claudia Jetter, Workshops zu Themen wie Antisemitismus, politischer Verfolgung und rechtsextremen Bewegungen, Stadtspaziergang, Musik mit Sebastian Krumbiegel sowie Austausch und Vernetzung.

    Hier geht’s zum Programm: https://asf-ev.de/wp-content/uploads/asf-programm_jahrestagung_2026-c_asf.pdf 

    Anmeldung unter: https://eveeno.com/373697141

  • Kindheit rechts außen (Modulare Fortbildungsreihe KompRex)


    Wie ergeht es Kindern, die in einer extrem rechten Familie aufwachsen? Im Workshop geben wir einen Einblick in das Thema und beleuchten Familiensysteme sowie Erziehungsmethoden, auch vor historischem Hintergrund. Mit einer Vielfalt an Methoden eröffnen wir unterschiedliche Perspektiven und werfen zum Abschluss einen Blick auf Herausforderungen und Handlungsoptionen.

    (Der Workshop wird von der Fachstelle Rechtsextremismus und Familie des LidiceHauses Bremen durchgeführt.)

    Anmeldung unter: https://bagkr.de/anmeldung-fobi-2026/

  • Kenne Deine Rechte(n)! – Rechtsextremismus und Justiz (Modulare Fortbildungsreihe KompRex)

    Wann ist rechtsextreme Hetze eigentlich strafbar? Welche rechtsextremen Symbole und Kennzeichen sind verboten? Und was bedeutet es, wenn die Justiz im Verfahren ein politisches Motiv (nicht) erkennt? Dieser Workshop vermittelt rechtliches Grundlagenwissen zu relevanten Straftatbeständen und zeigt die größten Leerstellen im juristischen Umgang mit Rechtsextremismus auf. Besprochen werden neben dem Umgang der Justiz mit Rechtsextremismus auch die Diskussion um Parteiverbotsverfahren und die Frage nach politischer Neutralität.

    (Der Workshop wird von Gesicht Zeigen durchgeführt.)

    Anmeldung unter: https://bagkr.de/anmeldung-fobi-2026/

  • Jugendlicher Rechtsextremismus – Problemaufrisse und Präventionsansätze (Modulare Fortbildungsreihe KompRex)

    Immer jüngere Heranwachsende vertreten lautstark menschen- und demokratiefeindliche Haltungen. Aktionsorientierte rechtsradikale Jugendkulturen erstarken und werden z.T. von rechtsextremen Altkadern unterstützt. Das Gewaltpotential steigt. Die Frage, wie man pädagogisch angemessen damit umgeht, stellt u.a. Schule und Jugendarbeit vor drängende Herausforderungen.
    Im Workshop wird Hintergrundwissen zu Radikalisierungsprozessen, Risikofaktoren und Hinwendungsmotiven bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen differenziert dargestellt und entsprechende Ansätze, Strategien und Handlungsmöglichkeiten der Rechtsextremismusprävention und Intervention hinsichtlich ihrer Potentiale und Grenzen besprochen und mit den Bedarfen und Praxiserfahrungen der Teilnehmenden abgeglichen.

    (Der Workshop wird von Cultures Interactive durchgeführt.)

    Anmeldung unter: https://bagkr.de/anmeldung-fobi-2026/

  • Am Rand verortet – mitten in der Gesellschaft: Türkischer Rechtsextremismus im deutschen Kontext (Modulare Fortbildungsreihe KompRex)

    Der Workshop bietet einen einführenden Überblick in eine bislang oft einseitig beleuchtete Facette des Rechtsextremismus: die türkische (extreme) Rechte in Deutschland. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit ideologischen Merkmalen, ein Blick auf zentrale Akteure sowie der Vergleich mit rechtsextremen Ideologien im mehrheitsdeutschen Kontext.
    Besonderes Augenmerk gilt der Perspektive von Betroffenen sowie den gesellschaftlichen Auswirkungen des Phänomens. Gemeinsam setzen wir uns im Workshop mit bestehenden Strukturen in der Präventionslandschaft auseinander – bevor wir der Frage nachgehen, welche Herausforderungen sich daraus für politische Bildung, Prävention und professionelles Handeln ergeben.

    (Der Workshop wird von der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus vertreten durch Kim David Amon und Imran Gürtaş durchgeführt.)

    Anmeldung unter: https://bagkr.de/anmeldung-fobi-2026/

  • Die extreme Rechte und die Religion (Modulare Fortbildungsreihe KompRex)

    Wichtige Teile der extremen Rechten setzen zunehmend auf christliche Identitätspolitik – wie nicht zuletzt die bekannte Parole von der „Rettung des christlichen Abendlandes“ zeigt. Wir wollen in der Veranstaltung der Frage nach dem Verhältnis der extremen Rechten zur Religion nachgehen und welche Bedeutung das für die Analyse des Rechtsextremismus hat.
    Die extreme Rechte ist keineswegs einheitlich religiös geprägt. Während einige Strömungen das Christentum instrumentalisieren, lehnen andere es ab und orientieren sich an neuheidnischen Mythen oder an einer „rechten Esoterik“. Doch welche Inhalte werden am rechten Rand der Kirchen vertreten? Warum sind Neonazis so vom Neuheidentum fasziniert? Und welche Rolle spielt dabei die lange Tradition des christlich geprägten Antisemitismus?

    (Der Workshop wird von der BAG K+R durchgeführt.)

    Anmeldung unter: https://bagkr.de/anmeldung-fobi-2026/

  • Umgang mit Angriffen und Bedrohungen (Modulare Fortbildungsreihe KompRex)

    Was ist bei Angriffen und Einschüchterungsversuchen von rechts auf die demokratische Zivilgesellschaft zu tun? Und wie finden wir den richtigen Umgang mit Shitstorms? Der Workshop zeigt anhand von Bedarfen der Teilnehmenden verschiedene Strategien der Gegenwehr auf, informiert über Hilfs- und Unterstützungsstrukturen für Betroffene rechter Anfeindungen, Bedrohungen und Angriffe und bietet die Möglichkeit für Erfahrungsaustausch.

    (Der Workshop wird von der Amadeu Antonio Stiftung durchgeführt.)

    Anmeldung unter: https://bagkr.de/anmeldung-fobi-2026/