Jugendverbände unter Druck: DBJR-Erhebung zeigt zunehmende Angriffe

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Eine aktuelle bundesweite Erhebung des Deutscher Bundesjugendring (DBJR) zur Bedrohungslage von Jugendverbänden zeigt: Angriffe auf zivilgesellschaftliche Jugendstrukturen nehmen zu, insbesondere auf kommunaler Ebene. Die vorliegenden Ergebnisse sind vorläufig, die Befragung läuft aktuell noch.

Jugendverbände berichten von Beleidigungen, Online-Angriffen und Bedrohungen bis hin zu Sachbeschädigungen oder Störungen von Veranstaltungen. In vielen Fällen besteht ein Bezug zum extrem rechten Spektrum. Die Angriffe richten sich nicht nur gegen Organisationen insgesamt, sondern auch gegen einzelne Engagierte und konkrete Aktivitäten.

Neben direkten Anfeindungen spielen auch politische Formen der Delegitimierung eine zunehmende Rolle. Dazu gehören etwa parlamentarische Anfragen, öffentliche Diffamierungen oder die Infragestellung der Arbeit von Jugendverbänden. Häufig wird dabei das Narrativ fehlender „Neutralität“ genutzt, um demokratische Positionierungen zu delegitimieren.

Auch wenn die Ergebnisse noch nicht abschließend sind, zeichnen sie bereits ein deutliches Bild: Es handelt sich nicht um vereinzelte Vorfälle, sondern um ein breiteres Muster, in dem zivilgesellschaftliche Akteure zunehmend unter Druck geraten. Besonders auf lokaler Ebene entstehen dadurch konkrete Belastungen für Haupt- und Ehrenamtliche bis hin zu Verunsicherung, Rückzug oder Selbstzensur.

Die finalen Ergebnisse der Erhebung werden in Kürze veröffentlicht. Weitere Informationen und aktuelle Einblicke sind auf der Website des DBJR zu finden.

Jugendverbände sind zentrale Orte demokratischer Bildung und Teilhabe. Die vorläufigen Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, diese Strukturen zu stärken und Engagierte im Umgang mit Anfeindungen zu unterstützen.

FaTRex | 18. Mai 2026